Auf den Spuren der Wasserkraft im Glarnerland

Wir bewegten uns auf dieser Zweitages-Wanderung in der besonderen Welt der Wasserkraft im Gebiet Linth-Limmern im hintersten Glarnerland.

Los ging es mit der offiziellen Führung der Axpo „Vom Wasser zum Strom“ am Freitag Morgen.

Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern
In der Standseilbahn des Pumpspeicherwerks Kraftwerke Linth-Limmern

Erst einmal galt es ins Herz der Anlage zu gelangen. Dafür steht die betriebseigene Standseilbahn zur Verfügung – 700 Höhenmeter hoch und 4 km in den Fels. Die nächsten zwei Stunden bewegten wir uns ausschliesslich im Berg.

Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern
Live-Informationen und Übersichtstafeln zu Beginn der Führung

Nichts erinnert hier an einen Aufenthalt im Berg, einzig vielleicht das fehlende Tageslicht…

Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern
Unternehmenseigene Autos in den Stollen

… es genügt eine der stabilen Tore zu durchschreiten und schon ändert die Umgebung. Wenige Meter weiter standen wir in einem der zahlreichen Tunnels.

Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern
wohl die Heilige Barbara als Schutzpatronin der Mineure und Abwenderin von Unglück im Stollenbau
Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern
Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern

Die Führung stösst in zentrale Orte des Pumpspeicherwerks vor, so auch in die Kaverne mit den vier Turbinen. Bei unserem Besuch turbinierten zwei und produzierten Strom. Die Vibrationen und die Lärmentwicklung imponierte, selbst wenn die Anlage gerade mal auf ca. einem Viertel ihrer möglichen Leistung lief.

Rotor Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern
freigelegter Rotor einer der vier Turbinen
Kugelschieber Pumpspeicherwerk Kraftwerke Linth-Limmern
zu wartender Kugelschieber

Die kommunizierten Zahlen und Fakten beeindrucken. Wie diese „Batterie in den Bergen“ im Detail funktioniert, kannst du hier (Quelle: Axpo) erkunden.

Kraftwerke Linth-Limmern
Kaverne mit den vier Turbinen

Im Anschluss gings mit der kraftwerkseigenen Personenseilbahn vom Tierfehd hoch zum Chalktrittli. Kaum verlässt man die Bergstation, steht man mitten in der Bergwelt und schaut auf die tief im Tal liegenden Anlagen des Pumpspeicherwerks.

Ab hier ist die Muttseehütte – unser Übernachtungsort – in knapp drei Stunden zu erreichen.

Nüschentäli beim Aufstieg zur Muttseehütte SAC
Steinböcke im Nüschentäli beim Aufstieg zur Muttseehütte
Muttseehütte SAC
Muttseehütte SAC

Es war überraschend ruhig in der heimeligen Hütte. In der Dämmerung hatte ich das Glück und das Vergnügen, Bekanntschaft mit Greta der Muttsee-Füchsin zu machen. Der Hüttenblog schreibt ausführlich über diesen vermutlich seltenen Gast auf dieser Höhe.

Die zweite Etappe ging von der Muttsee- hoch zur Kistenpasshütte und weiter über den Kistenpass in die Surselva und schliesslich über die Alp Rubi Sura bis nach Breil / Brigels.

Kurz vor dem letzten, steilen Anstieg zur Kistenpasshütte liess sich eine Steinbock-Kolonie im wärmenden Licht nieder. Uns stetig aus dem Augenwinkel beobachtend aber stoisch sitzend oder liegend, ohne den kleinsten Anflug von Flucht.

Steinböcke beim Aufstieg zur Kistenpasshütte
Kistenpasshütte
Kistenpasshütte
rechts Bifertenhütte
rechts im Bild unscheinbar die Bifertenhütte
Blick auf Brigels von Plaun Bials
Blick auf Brigels von Plaun Bials

Der Abstieg nach Breil / Brigels war nicht ganz ohne – insgesamt 1600m.

Moosbewachsener Stein bei der Alp Rubi Sut bei Brigels
Moosbewachsener Stein bei der Alp Rubi Sut vor Brigels
Abstieg auf Alp Rubi Sut bei Brigels
Abstieg auf Alp Rubi Sut

Martin

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