Die klotzige Gestalt Piz Julier

Er klotzt ganz schön, der Piz Julier – einen Eindruck vom Aufstieg über den Ostgrat erhält man auf diesem Bild. Ab der Fuorcla Albana zieht sich der Weg die restlichen 500 Höhenmeter auf den Gipfel hoch, weitgehend den Grat am rechten Bildrand entlang.

Piz Julier
Piz Julier

Die Route ist sehr abwechslungsreich und verlangt eine gute Kondition sowie Trittsicherheit. Bietet aber auch sehr viel an schönen Eindrücken, Aussichten auf die Engadiner Bergwelt und auf die Seen unten im Tal.

Grat Aufstieg Piz Julier

Auf diesem Bild der Blick zurück zur oben erwähnten Fuorcla Albana und die Aufstiegsroute.

Nebel begrüsste mich an diesem dritten Oktober im Ort Maloja wo ich im Hotel Longhin übernachtete. Der Nebel zog sich zügig aus dem Dorf zurück, gab nach und nach den Blick auf die Bergspitzen frei und lichtete sich in kurzer Zeit weitgehend.

Tiefliegende Wolken begleiteten mich hingegen im gesamten weiteren Tagesverlauf. Einzig ganz zum Ende der Tour, bei meiner Ankunft bei der Julierpassstrasse herrschte schönes Spätsommerwetter.

Blick ins Oberengadin beim Aufstieg auf den Piz Julier
Blick ins Oberengadin beim Aufstieg auf den Piz Julier

Das Refügi Albana auf 2870m liegt auf der eindrücklichen und gleichnamigen Fuorcla, wurde vor ungefähr zehn Jahren neu aufgebaut und steht da wohl als Schutzhütte bei widrigen Wetterumständen – zumindest leite ich diese Funktion von der Bezeichnung ab.

Die Rundumsicht vom Gipfel freut das Herz, diese klotzige Gestalt mit über 3300m Höhe beeindruckt wie sie mitten im Geschehen steht und unter sich den Blick auf die Engadiner Seen und den Gletscher Vadret Güglia Sur freigibt.

Vadret Güglia Sur - Blick beim Aufstieg auf den Piz Julier
Vadret Güglia Sur – Blick beim Aufstieg auf den Piz Julier
Gipfel Piz Julier
Gipfel Piz Julier

Ich wählte das Dorf Champfér als Ausgangsort meiner Tour, wählte aber den Julierpass für meinen Rückweg. Der Abstieg über das Gebiet Munteratsch ist geprägt von grossen Steinbrocken die nochmals konzentriertes Wandern voraussetzt.

Autostopp für die Rückfahrt ins Tal ging ruck – zuck. Die freundliche und humorvolle Fahrerin des bereits dritten Wagens stieg eindrücklich in die Bremsen und freute sich etwas Unterhaltung für die restliche Fahrt. Ihre nächste Aufgabe bestand darin, im nahem Dorfladen bis spät Abends bei der Inventur mitzuhelfen.

Martin

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